Das Risiko ohne eine Haftpflichtversicherung

Statistiken zufolge besitzen nur rund zwei Drittel aller Deutschen eine Haftpflichtversicherung. Dies ist umso gravierender, wenn man bedenkt, dass jeder Verursacher eines Sach- oder Personenschadens gesetzlich zum Schadensersatz verpflichtet ist. Hat mal also keine Haftpflichtversicherung und verursacht dennoch einen Unfall, so kann einen dies möglicherweise für den Rest seines Lebens in den finanziellen Ruin treiben.

Haftpflicht: Der verpflichtete Schadensersatz

Haftpflicht ist also im übertragenen Sinne die Verpflichtung zum Schadensersatz. Damit ist man verpflichtet, für Schäden bei Dritten zu haften, egal ob es sich dabei um Sachschäden oder Personenschäden handelt, die durch einen Unfall verursacht wurden. Personenschäden kommen dem Verursacher meist noch teurer zu stehen und sind neben dem finanziellen Aspekt natürlich auch noch schlimmer für die psychische Verantwortung des Unfallverursachers. Und wenn man dann nicht mal eine Haftpflichtversicherung hat, zeugt das nicht unbedingt von einem ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein und zudem wird man den Rest seines Lebens für den Schadensersatz selbst zahlen müssen.

Bedarfsermittlung und Anbietervergleich

Deswegen sollte man also versicherungstechnisch unbedingt nachrüsten. Liegt es am Stand des Versicherers, dass er sich neben bestehenden Versicherungen nicht auch noch eine Haftpflichtversicherung leisten kann, so sollte man zunächst online eine Bedarfsermittlung durchführen. Damit lässt sich nach Angabe von ein paar grundsätzlichen Daten zur Person ermitteln, welche Versicherung man selbst wirklich braucht und worauf man ggf. auch verzichten könnte.

Im zweiten Schritt sollte man sich einen Überblick über die Versicherer verschaffen, da sie sich zum Teil sehr stark hinsichtlich ihrer Tarife, des Versicherungsumfangs sowie der monatlichen Police unterscheiden. Bleiben danach zwei bis drei Versicherer noch in der engeren Auswahl, so sollte man sich vor Ort oder auf telefonische Anfrage hin ein individuelles Angebot erstellen lassen. Dabei kann man unterschiedliche Bedingungen mit in die Versicherung aufnehmen und auch die Eigenbeteiligung dem eigenen Ermessen nach bestimmen. Grundsätzlich und sehr wichtig für eine Haftpflichtversicherung ist, dass sie die Kosten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden im privaten Bereich bis zu drei Millionen Euro pauschal übernimmt. Besser wäre noch eine höhere Pauschalsumme, doch dies geht natürlich mit einer höheren Police einher. Wichtig ist auch, dass man seine Selbstbeteiligung nicht zu hoch wählt, stattdessen empfiehlt es sich, kleine Schäden aus eigener Tasche zu bezahlen, denn je öfter man seinen Haftpflichtversicherer in Anspruch nimmt, desto größer ist die Gefahr, dass der Versicherer den Vertrag kündigen könnte.

Konditionen und Tarife

Es gibt nicht eine Haftpflichtversicherung, die alle möglichen Schäden abdeckt, sondern vielmehr gibt es unterschiedliche Versicherungsbereiche, die man individuell kombinieren sollte und so sein persönliches Paket abschließt. Mögliche Teilbereiche für eine Haftpflichtversicherung sind jene für Fahrzeughalter, für Tiere (Hund und Pferde), Haus- und Grundbesitz, Jäger und Extremsportler, Betriebe usw., so dass sich jeder gemäß seiner Lebenssituation ausreichend gegen die Risiken absichern sollte.

Der Beitrag wurde am Donnerstag, den 17. November 2011 um 13:10 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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